Fabio Compagno
architecture + design + photography

Nebla

Architecture

Eine Berghalle in der Weissen Arena
Crap Sogn Gion
Laax

ETH Zurich Diploma Project | Prof. Tom Emerson

Exterior Image

 

Der Berg Ruft
1968 nimmt die damals grösste Luftseilbahn der Schweiz den Betrieb auf, mit dem Ziel, Crap Song Gion mit Laax zu verbinden. Technische Strukturen wie diese, die es erlauben die Berge zu erschliessen, faszinieren durch ihre Dimensionen und Filigranität. Ihre technische Formensprache, welche sich vor allem in den beeindruckenden Stahlmästen manifestiert, wird nun für den Entwurf eines raumhaltigen Gebildes angewendet, welcher mit Transparenz und Verschmelzung mit der Umgebung spielt.
Durch die Setzung und den radikalen Ausdruck des Gebäudes wird mit dem über Jahrzehnte gewachsenen baulichen Ensemble auf dem Crap gebrochen. Die Struktur begrenzt den Raum der bestehenden Event-Arena und bereichert diese durch eine Terrasse mit zusätzlicher Fläche. Auf dem höchsten Punkt der Struktur befindet sich ein Belvedere, von welchem man den Vorabgletscher im Sommer als einziger weisser Punkt in der grün-grauen Berglandschaft sichten kann.
Gebäude als Struktur
Die Berghalle befindet sich in einer raumhaltigen Stahlstruktur. Ein Dach über der Struktur schützt die Halle vor der Witterung. Wärmebrücken werden durch die Entkoppelung der durchdringenden Stützen gemieden. Die Vorfertigung der Stahl- und Glaselemente und die damit verbundene rasche Montage sind wichtige Voraussetzungen für einen präzisen Aufbau der Struktur während den warmen Monaten auf dem Berg.
Die Halle
Die Erschliessung der Halle erfolgt über eine Rampe, welche Bestandteil der von allen Seiten ersichtlichen Struktur ist. Zwischen Rampe und Halle befindet man sich in einem Vorraum von welchem die Terrasse direkt erschlossen ist und von welchem der Eingangsbereich der Berghalle betreten werden kann. Von diesem niedrigeren Eingangsbereich entfaltet sich dann die gesamte Grosszügigkeit der Stützenhalle. Die Gestalt des Innenraums wird von der leichten Fassade, der äusseren Struktur und der Berglandschaft geprägt, während die hohen Stützen die innere Rhythmisierung bestimmen.